Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar

Islam im Saarland – saarländischer Islam?

isaar

Das Saarland ist vielfältig, in vielerlei Hinsicht: Wir sind unterschiedlichen Geschlechts und unterschiedlicher Herkunft, sind aktiv im Beruf oder auch nicht. Wir haben verschiedene Hobbys, leben auf dem Land oder in der Stadt, mögen Rock oder Klassik, sind religiös oder nicht. Das ist soweit völlig selbstverständlich.
Was aber, wenn der Islam ins Spiel kommt? Über kaum eine Religion wird in letzter Zeit so viel gesprochen, wie über den Islam. Kaum eine andere Religion wird mit so eindeutigen Zuschreibungen belegt. Warum ist das so? Was sagt das über unsere Gesellschaft aus? Und was macht das mit Muslim_innen?
Diese Themen sind in der Arbeit mit Jugendlichen besonders relevant, da diese sich in einer sehr prägenden Lebensphase befinden: Sie setzen sich mit Gesellschaft auseinander, grenzen sich ab, suchen aber auch Identifikation und sind dabei von öffentlichen Diskursen und vorherrschenden Sichtweisen beeinflusst. Egal ob mit muslimischem Hintergrund oder ohne: gesellschaftlichen Bildern und Zuschreibungen können sie sich nur schwer entziehen.
Wir kooperieren mit saarländischen Einrichtungen der Jugendarbeit, Verbänden und Schulen und binden vor allem auch Jugendliche selbst ein. Dadurch wollen wir eine differenzierte Auseinandersetzung fördern, die den vielfältigen Ausprägungen, Haltungen und Lebenswelten gerecht wird und Zugehörigkeit und Partizipation zum Ziel hat. So wirken wir Ausgrenzungen aber auch Radikalisierungen entgegen!
Interesse?
Unser Projekt lebt von Kooperationen! Sprechen Sie uns an!

Unsere Angebote für:

1. Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendverbände
Wir schulen Multiplikator_innen zu Diskriminierungsbewusster Jugendarbeit, d.h. zu einem professionellen Ansatz für einen offenen Umgang mit Vielfalt.
Gemeinsam planen und setzen wir Projekt-Angebote für Jugendliche um.
Mit den Jugendlichen thematisieren wir vorherrschende Islambilder: Wie entstehen sie? Welchen Einfluss haben sie auf ihren Alltag und ihr Leben? Wie beeinflussen sie ihre Bilder von den jeweils „anderen“?
Darauf aufbauend entwickeln wir gemeinsam Kampagnen und Medienprodukte. Egal ob Rap-Songs, Filme, Zeitungen, Aktionen – Wir beteiligen uns aktiv am öffentlichen Diskurs!

2. Schulen
Wir bieten Fortbildungen zum Thema „Muslimische Lebenswelten – Fakten und Mythen“ (Basismodul) für Schulklassen und das Kollegium. Ob im Rahmen von Projekten oder des Unterrichts – gemeinsam mit Ihnen stimmen wir das passende Format ab.
Bei Bedarf und Interesse bieten wir Vertiefungsmodule zu spezifischen Themen und Fragestellungen.

3. Gesellschaftliche Akteur_innen und Entscheidungsträger_innen
Wir bilden ein Dialogforum zu muslimischen Lebenswelten im Saarland.
Dabei setzen wir uns mit folgenden Fragen auseinander: Wie ist die Situation von Muslim_innen im Saarland? Was läuft gut, was fehlt? Wie können Zugehörigkeit und Partizipationsmöglichkeiten gefördert werden?

4. Betroffene von Diskriminierung
Wir stehen für das Recht auf Nichtdiskriminierung! Niemand darf wegen seines Glaubens oder seiner Weltanschauung benachteiligt oder diskriminiert werden – so wollen es das Grundgesetz und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz! Was aber, wenn dies doch geschieht? Wir bieten Antidiskriminierungsberatung, die rechtliche und andere Handlungsoptionen eröffnet.

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Kontakt:

Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar
htw saar / FiTT gGmbH
Forschungs- und Transferstelle GIM

Karin Meißner, Barbara Schömann
+49 (0) 681 5867-492
meissner@gim-htw.de
schoemann@gim-htw.de

Saaruferstr. 16
66117 Saarbrücken

 

Projektlaufzeit:
01.02.2015 – 31.12.2019

 


 

Downloads

Flyer isaar

Flyer Antidiskriminierungsberatung

Flyer Angebot für Schulen

 


 

Pädagogische Aktivitäten

logo_ohnefarbenIm Rahmen einer Kooperation mit dem DAJC haben sich Jugendliche mit der Frage auseinandergesetzt, wie sie sich das Zusammenleben in unserer Gesellschaft vorstellen.
Ein erstes Ergebnis sind Motive, die die Jugendlichen selbst fotografisch bei einer Aktion in einer Kletterhalle festgehalten haben. Auch die Botschaft „Wo man zusammenhält, ändert sich die Wahrnehmung“ wurde von den Jugendlichen selbst entwickelt.
Die Motive wurden als CITY-Cards verteilt und sind auf den Bildschirmen des LOTTO Infonet Saar und im SaarScene Magazin als Anzeige zu sehen.

 

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Vergangene Veranstaltungen

 

Dienstag, 15. März 2016, 18-20 Uhr

Im Projekt isaar führen wir am 15.03.2016 eine zweite Fachveranstaltung durch. Als Referent konnten wir Dr. Hussein Hamdan gewinnen, der über sein Projekt „Junge Muslime als Partner“ berichtet.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier:  Einladung Junge Muslime als Partner_16-03-15

 

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 18–20 Uhr

Im Modellprojekt Islam im Saarland – saarländischer Islam? führen wir dieses Jahr noch eine öffentliche Veranstaltung durch.

Titel der Veranstaltung ist
„Islam(-feindlichkeit) – Wie gehen wir in der Jugendarbeit damit um?“

Als Referentin konnten wir Inva Kuhn gewinnen. Sie ist Politologin und in der historisch-politischen Bildungsarbeit tätig. Dieses Jahr ist ihr Buch „Antimuslimischer Rassismus – Auf Kreuzzug für das Abendland“ erschienen.

Nach einem Input ihrerseits wird es eine Diskussion mit Akteur_innen aus der Jugendarbeit zur Relevanz des Themas in der Jugendarbeit geben.

Veranstaltungsort: Aula der htw saar, Campus Rastpfuhl, Rastpfuhl 12a, 66113 Saarbrücken

Einladung Veranstaltung Islam (-Feindlichkeit) 10-12-15

 


 

Das saarländische Modellprojekt „Islam im Saarland – saarländischer Islam“ wird

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Aktuelles

Fortbildungsreihe
Fachkraft für differenzsensible frühe Pädagogik

Im Oktober 2016 startet der zweite Durchgang unserer Fortbildung. Alle weiteren Informationen finden Sie hier in der Ausschreibung:
Fachkraft für differenzsensible frühe Pädagogik

Newsletter

Hier finden Sie den ersten Newsletter von isaar  für 2016 zum Download, wenn Sie den kostenlosen Newsletter regelmäßig erhalten wollen, tragen Sie  sich bitte ins unten stehenden Verteiler ein. Vielen Dank!

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  1. Newsletter des Projekts „Islam im Saarland – saarländischer Islam?“

Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herren,

im ersten Newsletter 2017 möchte das isaar Team erneut zur Reflexion mit dem Thema „antimuslimischer Rassismus“  ermutigen: Aktuelle Entwicklungen, wie das Einreiseverbot für Menschen aus sieben muslimisch geprägten Ländern in die USA, dessen Ausgang noch nicht abzusehen oder die Ergebnisse einer Studie von 2016, in denen sich 41,4% der Befragten für ein Einreiseverbot von Muslimen nach Deutschland aussprechen und sich die Hälfte der Befragten durch die „vielen Muslime manchmal wie ein Fremder im eigenen Land fühlen“ (vgl. http://www.zv.uni-leipzig.de/pressedaten/dokumente/dok_20160615154026_34260c0426.pdf [01.02.2017]) zeigen, dass das Thema leider nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat.

Neben einem Fachpublikum möchten wir mit diesem Newsletter auch interessierte Privatpersonen ansprechen: Sie erhalten aktuelle Informationen zu den Aktivitäten des Modellprojekts „isaar – Islam im Saarland – saarländischer Islam?“, das sich mit Islambildern und gesellschaftlicher Zugehörigkeit auseinandersetzt. Zudem möchten wir mit unserem Projekt zur Versachlichung von Diskursen ebenso anregen wie zum Abbau von Stigmatisierungen und Diskriminierungen.

Dieser Newsletter soll zudem einen Überblick über bereits stattgefunden Veranstaltungen geben, zudem Literaturempfehlungen und als weiteren festen Bestandteil unseres Newsletters finden Sie in der Kategorie „Zahlen, Daten, Fakten“ Zahlen zum Thema „Gewalt gegen geflüchtete Menschen“

Des Weiteren konnten wir Dr. Sandra Hahn von der htw saar als Expertin zum Thema Terror und Amok befragen und uns erläutern lassen, welche Zusammenhänge und Unterschiede es gibt. Abschließend möchten wir auf Veranstaltungen und unsere Linkliste hinweisen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre des Newsletters!

Ihr isaar-Team:

Karin Meißner

Catharina Becker

Lisa Talhout

 

Kontakt:

Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar

htw saar / FiTT gGmbH

Forschungs‐ und Transferstelle GIM

 

Karin Meißner, Catharina Becker

+49 (0) 681 5867‐492

 

meissner@gim‐htw.de

becker@gim‐htw.de

Saaruferstr. 16

66117 Saarbrücken

                                                        

 

 

Aktuelles zum Projekt

„isaar“ – Islam im Saarland- Saarländischer Islam?

In dieser Rubrik möchten wir Ihnen Einblick in aktuelle Veränderungen bzw. Neuigkeiten gewähren.  So ist bereits im Oktober eine Projektgruppe gestartet, in der sich junge Menschen treffen, um kreativ eine Kampagne gegen antimuslimischer Rassismus zu erstellen. Dazu sind bereits Comics entstanden und aktuell wird gerade ein Videokanal aufgebaut. Ziel ist es, die Diversität von muslimischen Lebenswelten in Deutschland darzustellen und Diskriminierungserfahrungen sichtbar zu machen. (Mehr dazu finden Sie in Kapitel 2.2.)

Des Weiteren berichten wir über zwei Veranstaltungen der Sparte 4 des Saarländischen Staatstheaters im Herbst 2016. Zum Nachlesen haben wir Kurzinformationen zu den Gästen der Abende zusammengetragen und die Veranstaltungen zusammengefasst.

Ein erstes Highlight in 2017 waren zwei aufeinanderfolgende Veranstaltung zum Thema „Geschlechtergerechtigkeit in heterogenen Verhältnissen“ mit der Journalistin und Bloggerin Kübra Gümüşay, auch hierzu finden Sie mehr auf den folgenden Seiten.

 

Veranstaltungsrückblicke

„Was werden wir werden“, sparte4

Im Oktober 2016 begleitete das Projekt „isaar“ – Islam im Saarland – Saarländischer I zwei Veranstaltungen der sparte4 des Saarländischen Staatstheaters im Format „Was werden wir werden?“. Der abstrakte Name sollte die absolute Offenheit der sogenannten Denkraum-Wochen verdeutlichen. Das Format bestand aus Impulsvorträgen zu verschiedenen Themen z. B. Migration, Islam und Säkularismus. Anschließend konnte offen diskutiert werden, um Ideen und Antworten auf die Frage „Was werden wir werden?“ zu finden.

Zur Veranstaltung  vom 8.10.16 mit dem Titel „Generation ALLAH“ wurde der Psychologe und Autor Ahmad Mansour eingeladen. Ahmad Mansour ist als Sohn palästinensischer Eltern in einem arabischen Dorf in Israel aufgewachsen. Mittlerweile lebt er seit ca. 12 Jahren in Deutschland. Er wirkte bereits in zwei Islamkonferenzen mit und ist Vorsitzender des Muslimischen Forums. Außerdem ist er Gruppenleiter im Gewaltpräventionsprojekt „Heroes“ und Mitarbeiter der Beratungsstelle „Hayat“.[1] Karin Meißner, Projektleiterin  von  „isaar“ moderierte die Veranstaltung.  Im Anschluss an die Vorstellung seines Buchs „Generation Allah“ hatte das Publikum die Möglichkeit zur offenen Diskussion mit dem Referenten.  Die angenehme „Wohnzimmer-Atmosphäre“ trug dazu bei, dass das Publikum diese Chance rege in Anspruch nahm und eine kontroverse Diskussion über Radikalisierungsprozesse und die Rolle, die dabei dem Islam zukommt, geführt werden konnte.

Eine weitere Veranstaltung am 29.10.16, bei der unser Projekt Kooperationspartner war, trug den Titel „In welchem Grade säkular?“. Um über Positionen zu Islam in Alltag, Identitäts- und Wertvorstellungen zu sprechen, wurden die Theologin und Juristin Hamideh Mohagheghi und die Journalistin und Autorin Çiğdem Toprak eingeladen. Die gebürtige Iranerin Mohagheghi studierte in Hamburg Theologie und ist seit vielen Jahren wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Paderborn. Darüber hinaus beteiligt sie sich immer wieder am öffentlichen Diskurs zum Thema Islam und zum interreligiösen Dialog.[2]

Im Fokus der deutsch-türkischen Journalistin Çiğdem Toprak stehen Menschen- und Frauenrechte vor allem in der Türkei und westlichen muslimischen Communities. Desweiteren veröffentlicht sie in ihrem Blog auch immer wieder Artikel zum Thema Jugendliche mit Migrationshintergrund. Ihre Artikel wurden in z. B. in  DIE WELT veröffentlicht. Toprak war  wie Ahmad Mansour bis Ende Januar 2017 Vorstandsmitglied im Muslimischen Forum.[3]

Zu Beginn der Veranstaltung trugen Hamideh Mohagheghi und Çiğdem  Toprak ihre Statements zum Thema  vor. In diesen wurde eindeutig klar, dass sich beide stark mit den Werten der Säkularität identifizieren und es sogar als Garant für die Religionsfreiheit ansehen. Die anschließende Diskussion verlief trotz kontroverser Ansichten über die Bedeutung des Islams für die Ausprägung z.B. menschenfeindlicher oder intoleranter Ansichten in einem angenehmen Klima und auf Augenhöhe.

Aus Sicht des Projektteams bot die Veranstaltungsreihe „Was werden wir werden“ eine wohltuende Mischung aus Positionen, Perspektiven und Haltungen zu aktuell oft sehr aufgeheizt diskutierten Themen. Bei den genannten Veranstaltungen gelang es, tatsächliche Diskurse zu führen, die einen Austausch und ein Nachdenken jenseits von stark polarisiert geführten Debatten ermöglichten. Gleichwohl möchten wir aber auf auch auf Fallstricke hinweisen, denen sich auch diese Reihe nicht immer entziehen konnte: So ist aktuell immer wieder zu beobachten, dass im Kontext der Diskurse zu Islam/Muslim_innen sogenannte „Expert_innen“ benannt und befragt werden, die ihre Expertise hauptsächlich aus ihrer Herkunft beziehen und eigene Erfahrungen oder Perspektiven generalisieren. Diese Aussagen werden dabei aber eher selten wissenschaftlich unterfüttert. Auffällig dabei ist, dass hier in der Regel die Personen zu Wort kommen, die aus ihrer Insider-Perspektive heraus bestehende Vorbehalte und Stereotype bestätigen[4]. Andere „Insider“ oder auch Sozialwissenschaftler_innen, die gegenteilige oder differenziertere Positionen vertreten, kommen deutlich seltener vor. Die Veranstaltungsreihe der sparte4 bot hingegen eine ausgewogene Mischung von Referent_innen und Formaten, die mehrere Perspektiven darstellte und dadurch Austausch und Reflexion ermöglichte.

 

Feminismus – mit Kopftuch und Bikini? Geschlechtergerechtigkeit in zunehmender Heterogenität (19./20.1.2017)

Journalistin und Aktivistin Kübra Gümüşay                                      Foto: P.  Stein

Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Neunkirchen Heike Neurohr-Kleer, dem Antidiskriminierungsforum Saar e.V. und der FrauenGenderBibliothek Saar stellte das Modellprojekt „isaar“ in einer Abendveranstaltung und der darauffolgenden Fachtagung die Frage nach Vorstellungen, Ausprägungen und Perspektiven von Geschlechtergerechtigkeit in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft. Für beide Veranstaltungen konnten wir als Referentin Kübra Gümüşay gewinnen.

Kübra Gümüşay ist Journalistin, Aktivistin und Referentin. Als freie Autorin schreibt sie für Die Zeit, Zeit Campus, die taz und andere Medien. Sie referiert zu den Themen Politik, Islam, Rassismus, Feminismus und Social Media an Universitäten, auf Konferenzen und in Presse, Radio & TV. Ihr Blog „www. ein-fremdwoerterbuch.com“ wurde 2011 würde für den Grimme Online Award nominiert.

Bei beiden Veranstaltungen ging es darum, Ansprüche an Feminismus und Gleichstellung zu formulieren und diese nicht an Symbolen, wie z.B. dem Kopftuch festzumachen und zu messen.  Heike Neurohr-Kleer begrüßte die Gäste und führte in das Thema ein. Die Referentin Kübra Gümüşay stellte in ihrem Vortrag auch immer auch den Zusammenhang zu stereotypen gesellschaftlichen Islambildern her, die eine Anerkennung von Gleichstellungsvorstellungen erschwert, die nicht den „westeuropäischen“ Vorstellungen entsprechen. In ihrem Vortrag ging sie so auf alltägliche Rassismuserfahrungen und Abwertungen ein, die von Frauen, die Kopftuch tragen, berichtet wurden, sowie eigenen Erlebnissen. Emanzipiertes selbstbestimmtes Handeln wird muslimischen Frauen oftmals aufgrund ihres Kopftuchs abgesprochen.

Kübra Gümüşay formulierte das Dilemma, in das viele Frauen, die Kopftuch tragen geraten: Einerseits wollen sie ihr Leben selbstbestimmt gestalten, andererseits werden sie immer wieder mit gegenteiligen Stereotypen konfrontiert und leiden zudem unter struktureller Ausgrenzung. Auch bestehende Probleme wurden dabei nicht ausgeblendet.

In ihrem Vortrag forderte Kübra Gümüşay, Probleme wie Sexismus, Geschlechterungleichheit nicht einseitig auf den Islam zurückzuführen, sondern in ihrer Komplexität zu analysieren. Dabei wurde auch darauf verwiesen, dass diese einseitigen und monokausalen Zuschreibungen Schuldzuschreibungen nur auf eine vermeintliche Fremdgruppe verschöben und adäquate Lösungsansätze verhinderten.

 

Über 50 Gäste nahmen an der Fachtagung  am 2. Tag teil.                                                   Foto: P.  Stein

Karin Meißner stellt in einem anschließenden Impuls-Vortrag klar: Auch wenn der Umgang mit wachsender Heterogenität durchaus schwierig sein kann, ist antimuslimischer Rassismus keine Option!  Es muss zu einer Versachlichung und Ausdifferenzierung des Diskurses kommen, weg von einfachen Erklärungsmustern und einseitigen (Schuld)Zuschreibungen, z.B. bei den Themen Sexismus, Homophobie, Geschlechterungerechtigkeit und Terror. Dies kann gelingen indem „Ihr – Wir“ Konstruktionen vermieden werden. Diese gehen oft von „den Deutschen“ auf der einen Seite und „den Muslim_innen“ auf der anderen Seite aus. Dabei stellt Nationalität und Religion keinen Widerspruch dar – deutsch und muslimisch muss zusammengedacht werden. Schließlich forderte sie, in der Praxis der Sozialen Arbeit und der Jugendarbeit Anerkennung und Zugehörigkeit zu fördern und Diskriminierungen zu thematisieren.

Den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung bildete eine Diskussionsrunde mit dem Thema „Handlungssicher in zunehmender Diversität“.  Anhand von Praxisbeispielen erläuterten Vertreter_innen aus Schule und Jugendarbeit wie alltägliche Probleme wie Schwimmunterricht oder das immer wieder thematisierte Händeschütteln behandelt und praktisch angegangen werden können, eben gerade ohne in Stereotype und Zuschreibungen zu verfallen, dabei kamen sowohl vom Publikum wie auch vom Podium kreative Vorschläge. Am Ende konnte die Bilanz gezogen werden, dass das herausfordernd ist, aber sehr lohnenswert. Einhelliges Plädoyer der Veranstaltung war es, Ansprüche und Anforderungen an eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu formulieren, diese aber nicht an Symbolen, wie dem Kopftuch oder dem heiß diskutieren „Händeschütteln“ festzumachen. Maßgebend sollten die Entscheidungsfreiheit der Menschen und die Akzeptanz verschiedener Formen selbstbestimmten Lebens sein.

Catharina Becker (isaar) , Nibras Schouky (GemS Ludwigspark), Karin Meißner (Antidiskriminierungsforum Saar e. V.), Saida Abadar-Azouagh (DAJC), Ursula Meyer (GemS Ludwigspark) und Clemens Wilhelm (Leiter GemS Neunkirchen)

 

Projektgruppe zum Thema „antimuslimischer Rassismus“ und Workshop mit der
Zeichnerin tuffix

 Die innerhalb des Projektes isaar initiierte Projektgruppe, in der sich junge Menschen regelmäßig treffen um eine Kampagne gegen antimuslimischen Rassismus zu starten, empfing im Dezember die Zeichnerin „tuffix“.  Diese heißt mit bürgerlichem Namen Soufeina Hamed, ist Psychologin und beschreibt sich selbst als Deutsch-Tunesierin. Ihre Comics sind durch eigene Erfahrungen mit Diskriminierung und Vorurteilen inspiriert. Ihre künstlerische Arbeit versteht sie als Dialog.[5]

Dabei geht es nicht nur um Vorurteile gegenüber Minderheiten, sondern tuffix ist es ein besonderes Anliegen zu zeigen, dass Vorurteile nicht nur von der Mehrheit ausgehen – denn Vorurteile hat vermutlich jede_r. Sie möchte in ihren Comics darauf hinweisen, dass es darum geht, Zuschreibungen gegenüber anderen stets zu hinterfragen. Die Arbeit von Soufeina Hamed wurde bereits durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck gewürdigt, als er die Ausstellung „Was glaubst du denn?“ besuchte, deren Comics von ihr kreiert wurden. (Genaueres zu der Ausstellung erfahren Sie in Kap. 2.3)

Mehr Comics und Informationen finden Sie unter: www.tuffix.net.

 

Literaturempfehlung: Was glaubst du denn? Das Arbeitsbuch zur Ausstellung

In diesem Newsletter möchten wir Ihnen ein sehr praxisorientiertes Buch vorstellen, das Ihnen Anregungen bieten soll, das Thema antimuslimischer Rassismus und Diversity in Ihrem Wirkungsbereich auf die Agenda zu setzen.

Das Buch zur Ausstellung „Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland“ verschafft den Lesenden einen umfassenden Überblick über die Ziele, Inhalte und passende didaktische Inspirationen. Das Buch bietet sich auch für Lehrende an, die die Ausstellung selbst nicht mit ihrem Schüler_innen besuchen können, das Thema Identität und Vorurteilsbildung aber in ihren Unterricht integrieren möchten.[6]

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, der Teil A beschäftigt sich mit den Ideen, Konzepten und Hintergründen.

Der zweite Teil, Teil B, bildet die Ausstellung selbst, d.h. ihre Exponate und Vermittlungsangebote ab.

Der letzte Teil, Teil C, bietet abschließende Erfahrungen, Reflexionen und Ausblicke.

In diesem Teil erfahren die Lesenden auch persönliche Eindrücke von Ausstellungsbesucher_innen und Mitwirkenden.

Das Buch wird durch die Materialmappe, welche Poster und eine CD beinhaltet, sinnvoll ergänzt.

Die Initiator_innen betonen, dass Muslim_innen durch die Ausstellung nicht in einen „Exotenstatus“ versetzt werden sollen. Vielmehr möchte diese Ausstellung eine Reflexionsmöglichkeit zum Thema Identität und Umgang mit Diversität bieten. Allerdings gehören Muslim_innen zu einer Minderheit in Deutschland, die besonders häufig von Vorurteilen und Diskriminierung betroffen ist, daher auch der darauf bezugnehmende Titel.

Wenn Sie sich für die Ausstellung interessieren und in Erwägung ziehen sie in „Ihrem“ Bildungssetting zu zeigen, können wir Ihnen das Buch zur Ausstellung nur ans Herz legen. Darüber hinaus können Sie sich selbstverständlich auch an das isaar Team wenden, welches Ihnen gerne beratend zur Seite steht. Und auch im Internet können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen.[7]

 

Lutz, Petra (Hrsg.) (2015). Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland. Das Buch zur Ausstellung. Bonn: bpb.

Preis: 7,00 Euro

(zu beziehen über Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

http://www.bpb.de/shop/buecher/einzelpublikationen/217361/was-glaubst-du-denn-muslime-in-deutschland

Zahlen, Daten, Fakten

In unserer Rubrik Zahlen, Daten und Fakten stellen wir regelmäßig Zahlen zu den Themen antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung vor. Die Zahlen sind stets öffentlich zugänglich jedoch vielen Menschen nicht präsent. In diesem Newsletter richten wir den Blick auf Straftaten gegenüber geflüchteten Menschen und ihren Unterkünften.

Anstieg der Gewalt gegen geflüchtete Menschen

Das Ausmaß der Straftaten gegen geflüchtete Menschen und für sie vorgesehene Unterkünfte ist dramatisch. Das BKA hat vorläufige Zahlen für 2016 veröffentlicht.  Im Vergleich zu 2015 nahm die Zahl an Gewalttaten gegenüber geflüchteten Menschen 2016 noch mal deutlich zu. Bereits 2015  hatten sich die Taten gegenüber dem Vorjahr vermehrt: 2014 zählte das BKA insgesamt 199 Straftaten gegen geflüchtete Menschen und ihre Unterkünfte. Für 2016 zählten sie 921 Übergriffe auf Asylunterkünfte (857 mit rechtsradikalem Hintergrund), in 2015 insgesamt 1031 Straftaten gegen Unterkünfte (923 rechtsradikaler Hintergrund)[8]. Diese erschreckende Zunahme bestätigt was wir seit längerem in Debatten und den Medien verfolgen können die Hemmschwelle sinkt und die Gewaltbereitschaft steigt. Laut dem BKA wurden 857 Straftaten von Rechtsradikalen begannen für die übrigen Straftaten konnte ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden.[9]       Bei diesen Zahlen sind jedoch nur die Übergriffe auf Unterkünfte berücksichtigt, die Internetseite netz-gegen-nazis.de listet Übergriffe und Gewalttaten nach verschiedenen Kriterien auf. Gewalt gegen Geflüchtete wird zudem von der Amadeu Antonio Stiftung auf https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/service/chronik-vorfaelle dokumentiert.

Weltweite Zahl der Terroranschläge steigt

Die Aussage, dass die Quantität der Terroranschläge steigt würde wohl kaum jemand in Deutschland verleugnen. 13 000 Anschläge zählten die Forschenden der University of Maryland allein 2015.[10] Die Anschläge von Berlin, Paris, Brüssel beunruhigen die Menschen in Europa zunehmend. Populistische Parteien nutzen diese Tatsache allzu gern, um eine gesellschaftliche Polarisierung voranzutreiben. Als Pole werden zum einen „die nicht-Muslime“ als potenzielle Opfer präsentiert, während Muslime als Täter oder potenzielle Täter dargestellt werden. Führt man sich vor Augen, dass die meisten Opfer des sogenannten islamistischen Terrors Muslime sind[11], wird klar wie irreführend solche Polarisierungen sind. Vielmehr sind hier gesamtgesellschaftliche Lösungen gefragt. Weitere Polarisierungen sind abzulehnen und enden vielfach in neuen Gewaltausbrüchen.

Terroranschlag in Quebec

Im Januar 2017 stürmte nach aktuellen Ermittlungen ein bewaffneter Täter eine Moschee im kanadischen Quebec. Er eröffnete das Feuer während des Abendgebets. Viele der friedlich betenden Muslime wurden verletzt und mindestens sechs Menschen wurden getötet.  Zwei Männer wurden festgenommen, von dem einem wird davon ausgegangen, dass er Zeuge war. Der kanadische Premier Justin Traudeau verurteilte die Gewalt als Terror gegen Muslime und rief zur Solidarität mit den Opfern der Gewalt auf. Des Weiteren appellierte er an das Zusammengehörigkeitsgefühl der kanadischen Gesellschaft und betonte, dass die muslimischen Kanadier ein selbstverständlicher Teil Kanadas sind.[12]

Amok oder Terror? Zwei Fragen an Dr. Sandra Hahn

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland mehrere Gewalttaten verübt. Die Taten in München, Ansbach und Würzburg wurden schnell als „Anschläge“ bezeichnet.  Auch in Frankreich und Belgien häuften sich die Gewaltakte. Im Kontext dieser Taten wurden häufig die Begriffe „Terror“ oder „islamistischer Terror“ verwendet. Doch insbesondere nach den Taten von Nizza, Ansbach, München und Berlin wurden auch öffentlich Stimmen lauter, welche eine deutlichere Differenzierung forderten. Dadurch geriet neben dem Wort „Terror“ der bereits bekannte Begriff “Amoklauf“ in den Fokus. Bisher war die Zuordnung in den Medien und in der Öffentlichkeit immer sehr klar. Hatte der Täter oder die Täterin die muslimische Religionszugehörigkeit oder nutzen diese bei der Tat arabische Begriffe, hatte man es mit einem Terroranschlag zu tun, bei vergleichbaren Gewalttaten durch Personen ohne einen muslimischen Hintergrund wird hingegen oft von einer Amoktat gesprochen.[13] Um hier klarere Definitionen und Abgrenzungen zu erhalten, haben wir mit einer Expertin gesprochen und ihr unsere Fragen gestellt.

Dr. Sandra Hahn ist Lehrkraft an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar). Die Sozialwissenschaftlerin und Kriminologin hat bereits Forschungsprojekte sowie Veröffentlichungen zu derart relevanten Themen wie beispielweise Geisel- und Bedrohungslagen, Amoktaten sowie Täterrekonstruktion veröffentlicht, oder Vorträge hierzu gehalten.

Frage: Sehr geehrte Frau Dr. Hahn, Können Sie unseren Leser_innen kurz erklären, wo die Unterschiede zwischen Terrorakten und Amok-Taten liegen? Sehen Sie eine Problematik im gesellschaftlichen Diskurs? Wenn ja, welche?

Frau Dr. Hahn: Terror kann als Erweiterung des Extremismus angesehen werden. Die Taten in diesem Kontext richten sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung und beabsichtigen eine Systemüberwindung, z. T. durch einen nachhaltig geführten, gewalttätigen Kampf. Insofern sind terroristisch motivierte Anschläge in der Regel der politisch motivierten Kriminalität zuzurechnen. Bei den Tätern handelt es sich oftmals um arbeitsteilig organisiert agierende Gruppen, aber auch um Einzeltäter. Die damit einhergehenden terroristischen Taten oder Anschläge auf weiche Ziele (Personen und/oder Sachen) sind darauf gerichtet, eine massive und nachhaltige Wirkung sowie ein Klima der Angst in der Gesellschaft hervorzurufen. Amoktaten sind in der Regel nicht politisch motiviert[14], wobei der Begriff Amok selbst kritisch hinterfragt werden kann. Vielmehr handelt es sich um Mehrfachtötungen, bei denen der Täter z. B. aufgrund von Hass, Rache oder Frust handelt. Deren Lebensstil ist geprägt von Aggressivität statt Religiosität. Bei Amoktaten agiert ein Täter[15] oftmals alleine und selten in Gruppen.

In beiden Bereichen bestehen deutliche Überschneidungen[16]. Demnach können mehrere Merkmale beiden Phänomenen zugerechnet werden, wie z. B. die Absicht, eine Vielzahl an Personen zu verletzen und oder zu töten sowie die Inkaufnahme des eigenen Todes. Sie wollen sich vermehrt als Rächer darstellen und größtmögliche Aufmerksamkeit erregen. Vor diesem Hintergrund gleichen sich auch die Tatfolgen und ihre Wirkungen. Letztlich besteht auch die Möglichkeit, dass eine Amoktat extremistisch bzw. terroristisch oder islamistisch motiviert sein kann.  Im Ergebnis ist m. E. eine unmittelbare, eindeutige sowie zweifelsfreie Unterscheidung beider Phänomene – wenn überhaupt – erst nach der eigentlichen Tat und einer dementsprechenden Fallrekonstruktion möglich.

Frage:  Wie würde Ihrer Meinung nach eine ideale Berichterstattung über Terror und Amok aussehen?

Frau Dr. Hahn: Die Berichterstattung sollte sachlich fundiert erfolgen, insbesondere sollten zur Vermeidung einer Mythenbildung u. a. auf die Veröffentlichung von Bildern und der Personalien der/des Täter(s) verzichtet werden. Des Weiteren sollten Informationen gesichert sein und Vermutungen zur Tat bzw. Tatmotiv und zum Täter kategorisch ausgeschlossen werden. Diesem Umstand sollte im Zeitalter der digitalen Medien sowie der damit unweigerlich in Zusammenhang stehenden rasanten Verbreitung von Informationen besondere Bedeutung geschenkt werden und damit einer Verbreitung von Falschinformationen vorgebeugt werden. Der Pressekodex gibt hierzu deutliche Empfehlungen.

 

 

Veranstaltungshinweise

10. März 2017 Wahlprüfsteine Antidiskriminierung des Antidiskriminierungsforum Saar  

sparte4 (Eintritt frei)

Eisenbahnstr. 22

66117 Saarbrücken

 

13. – 26. März 2017 Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2017

Weitere Infos unter:

http://www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/

Deutschland
04. April  2017 Stadtsalon „FREMD – KENN‘ ICH“

Diskussionsveranstaltung zum Thema „Fremdheit“(WAS WERDEN WIR WERDEN?)

Karin Meißner (Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar), Veronika Kabis (Zuwanderungs- und Integrationsbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken) und Heiner Buchen (Pastoralreferent, Dekanat Saarbrücken).

 

20 Uhr

sparte4 (Eintritt frei)

Eisenbahnstr. 22

66117 Saarbrücken

 

03.-05. Mai 2017 Fortbildung: Religionssensible Kita gestalten:

Das Beispiel Weihnachten und Ramadan

Weitere Infos unter:

http://www.bpb.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/75045/veranstaltung?vid=16176

 

Evangelische Akademie Loccum/

Jugendbildung
Münchehäger Str. 6
30537 Rehburg-

Loccum

19.-20. Juni 2017 Kongress: 22. Deutsche Präventionstag: Prävention & Integration

Weitere Infos unter:

www.praeventionstag.de

Hannover


Linkliste

Die folgende Linkliste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und wird fortlaufend ergänzt. Wir freuen uns auch über Ihre Hinweise.

Allgemeine Informationen/ Homepages

Name Link
Akademie Diözese Rottenburg-Stuttgart www.akademie-rs.de/br-projrktr.html

 

Antidiskriminierungsstelle des Bundes http://www.antidiskriminierungsstelle.de
Bundeszentrale für politische Bildung https://www.bpb.de/
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen http://www.ida-nrw.de/
Informationsportal zur Ausstellung „Was glaubst du denn?“ https://www.wasglaubstdudenn.de/
Institut für Medienverantwortung https://www.medienverantwortung.de/
Interkultureller Rat in Deutschland http://www.interkultureller-rat.de/
Islamophobia Europe Report http://www.islamophobiaeurope.com/
Mediendienst Integration http://mediendienst-integration.de/
Migazin www.migazin.de
Netz gegen Nazis http://www.netz-gegen-nazis.de
Publikationen auf der Homepage der Amadeu Antonio Stiftung http://www.amadeu-antonio-stiftung.de
Rassismuskritische Migrationspädagogik

Baden – Württemberg

www.rassismuskritik-bw.de
Rat muslimischer Studierender und Akademiker http://www.ramsa-deutschland.org/
Soufeina Hamed (Homepage) http://www.tuffix.net
Stiftung der internationalen Wochen gegen Rassismus http://www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/
Website zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus http://www.tgamr.de/
Portal für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus www.ufuq.de

 

 


 

Ausgewählte Artikel und Handreichungen

Name Link
Artikel „Rassismus“ http://mediendienst-integration.de/desintegration/rassismus.html#c581
Artikel „Islamfeindlichkeit vs. Antimuslimischer

Rassimus“

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/islamfeindlichkeit-vs-antimuslimischer-rassismus-vs-islamophobie-was-meint-was-10106
Artikel „Privilegien sichern nationale Identität revitalisieren Gesellschafts- und handlungstheoretische Dimensionen der Theorie des antimuslimischen Rassismus im Unterschied zu Modellen von Islamophobie und Islamfeindlichkeit“ http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/258/2974

 

 

Artikel “ Antimuslimischer Rassismus und Islamophobie bzw. Islamfeindlichkeit

http://www.migazin.de/2014/10/27/antimuslimischer-rassismus-und-islamophobie/
Handreichung zu antimuslimischem Rassismus http://www.interkulturellewoche.de/hefteintrag/2013/wer-offen-ist-kann-mehr-erleben/was-ist-antimuslimischer-rassismus-handreichung-der
Literaturliste zum Thema der ASH Berlin http://www.ash-berlin.eu/hsl/literatur.phtml?id=762
Portal gegen Diskriminierung http://www.aktiv-gegen-diskriminierung.info/blog/antimuslimischer-rassismus

 

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Islamischer Feminismus in Deutschland (Kübra Gümüşay ) https://www.youtube.com/watch?v=tcGaDPUSJL0
Datteltäter – Der Fliegende Teppich https://www.youtube.com/watch?v=IleHUx3e-yU
Vom „Ausländer raus!“ zur „Islamkritik“ Hagen Rether zum antimuslimischen Rassismus https://www.youtube.com/watch?v=DvSdAGmbHeM

[1] vgl. http://ahmad-mansour.com/de/

[2] vgl. https://kw.uni-paderborn.de/fileadmin/fakultaet/Institute/evangelische-theologie/

Personal/Mohagheghi/CV-engl.pdf

[3] vgl. http://cigdemtoprak.de/

[4] Siehe auch Shooman,Yasemin, „… weil ihre Kultur so ist“ – Narrative des antimuslimischen Rassismus und http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/argumentationsstrategien-der-so-genannten-islamkritikerinnen-11222

[5] vgl. www.tuffix.net

[6] vgl. Lutz, Petra (Hrsg.) (2015).Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland. Das Buch zur Ausstellung.

[7] https://www.wasglaubstdudenn.de/

[8] http://www.taz.de/!5370050/

[9] vgl. http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_79305844/bka-bericht-fast-800-straftaten-gegen-asylunterkuenfte-in-deutschland.html

[10] http://www.sueddeutsche.de/politik/terrorismus-so-viel-terror-erschuettert-die-welt-1.3081739

[11] https://www.welt.de/politik/ausland/article153588459/Mehrzahl-der-Terroropfer-weltweit-sind-selbst-Muslime.html#

[12] http://www.tagesschau.de/ausland/quebec-moschee-101.html

[13] vgl. http://www.sueddeutsche.de/politik/psychologie-was-einen-terroranschlag-von-einem-amoklauf-unterscheidet-1.3085290-2

[14] Ausnahmen in der Presseöffentlichkeit existieren jedoch. So wird beispielsweise die Tat von Anders B. aus Norwegen 2011 vermehrt als Amoktat bezeichnet, obwohl der rechtsextremistische und islamfeindliche Täter wegen Terrorismus und mehrfachen Mord angeklagt und zu 21 Jahren Haft und Sicherheitsverwahrung verurteilt wurde.

[15] Ausnahmen bestätigen die Regel. Beispielsweise in Columbine agierten zwei frustrierte Schüler gemeinsam.

[16] Der Täter von Nizza war ein Kleinkrimineller (u.a.. Diebstahl, Drogen, Sachbeschädigung), der nicht durch eine extreme Auslegung der Religiosität oder Missachtung der westlichen Gesellschaft aufgefallen ist. Seine Frau hat ihn verlassen und es wurde behauptet, dass er unter Depressionen litt. In diesem Kontext muss man sich die Frage stellen, ob sich Amokläufer dem Islamismus bedienen und somit noch mehr Aufmerksamkeit für ihre Tat zu bekommen.

Kontakt

Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar

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Fon: 0681 5867 492

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