Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar

Abgeschlossene Projekte

QuarteT – Quartiere eröffnen Teilhabe

2012–2014vorurteil

QuarteT wurde  als XENOS-Projekt in Kooperation der Fachstelle Antidiskriminierung und Diversity des bfw-Unternehmen für Bildung mit dem Jugendamt Regionalverband Saarbrücken, der Gemeinde Schmelz und dem Verband Saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung juz-united durchgeführt.
Das Projekt setzte an verschiedenen Standorten auf der Ebene der Jugendarbeit sowie in den sozialräumlichen Strukturen an. Ziel war die Identifikation benachteiligender Faktoren und die Entwicklung von Strategien, die diesen Benachteiligungen entgegenwirken.

Dazu arbeiteten wir einerseits mit Jugendlichen, andererseits ging es uns aber darum, auch die Akteur_innen in den Strukturen vor Ort mit einzubeziehen. In Zusammenarbeit mit z.B. örtlichen Vereinen, Schulen oder auch Arbeitgeber_innen suchten wir gemeinsam nach neuen Wegen, um Jugendlichen Zugänge zu ermöglichen, die ihnen bisher verschlossen waren.
Um die aktuelle Situation von Jugendlichen und ihre veränderten Lebenswelten zu erfassen, wurde von den einzelnen Kooperationspartner_innen in ausgewählten Standorten im Saarland eine Sozialraumanalyse durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für die Weiterentwicklung von Strategien in der Jugendarbeit verwendet werden.

In einer projektübergreifenden Arbeitsgruppe wurde über die gesamte Projektlaufzeit an der Publikation „Jugendarbeit ohne Diskriminierung. Ein Leitfaden für die Praxis“ gearbeitet. Dieser Leitfaden soll ehrenamtlichen und festangestellten Arbeitskräften in Jugendeinrichtungen als Handreichung für eine diskriminierungsbewusste Gestaltung des pädagogischen Alltags dienen. Neben einem fachlichen Aufriss und Kriterien um die eigene Arbeit zu überprüfen enthält der Leitfaden eine große Sammlung an Methoden für die pädagogische Praxis.

Einen weiteren Schwerpunkt des Projekts stellte Kampagnenarbeit dar. Zwei große Kampagnen mit den Titeln „Was für ein Vorbild sind Sie?“ und  „Was habt ihr denn erwartet?“  wurden durchgeführt.
Mit unserer saarlandweiten Kampagne „Was für ein Vorbild sind Sie?“ wollten wir das öffentliche Bewusstsein dafür schärfen, dass unsere Haltungen selbstverständlich auch die Einstellungen und das Verständnis unserer Kinder beeinflussen. Haben wir Vorbehalte gegen Schwule, dann bekommen auch unsere Kinder das mit. Schimpfen wir auf die „Ausländer”, die HartzIV-Empfänger_innen oder Rabenmütter, die arbeiten gehen, so werden auch unsere Kinder nicht wertfrei mit Kindern anderer sozialer oder nationaler Herkunft oder anderen Familienformen umgehen können. Obwohl wir immer vielfältiger werden, werden Diskriminierungen tradiert!

Die zweite Kampagne des Projektverbundes QuarteT  griff mit der provokativ gemeinten Frage „Was habt ihr denn erwartet?“ gesellschaftliche Stereotype, Erwartungshaltungen und Zuschreibungen gegenüber jungen Menschen auf. Sie will die Betrachterin, den Betrachter dazu anregen, eigene Vorurteile und Erwartungshaltungen gegenüber jungen Menschen zu hinterfragen, neue Perspektiven zu entwickeln und genauer hinzuschauen.

Download PDF:

QuarteT Projektbeschreibung

QuarteT Flyer

Vorurteile sind nicht angeboren Broschüre

Dokumentation Fachveranstaltung Jugendliche Lebenswelten im Wandel

 


ErWachsen in Vielfalt

diskriminierung_alltaeglich2009–2012

Das Projekt ErWachsen in Vielfalt förderte von 2009-2012 als Antidiskriminierungsprojekt seit März 2009 an verschiedenen strukturellen Schnittstellen Offenheit und Partizipationsmöglichkeiten für vielfältige Personen. Das Projekt war Zielgruppen übergreifend angelegt, d. h. es ging nicht um einzelne spezifische Gruppen oder Merkmale, sondern um eine Umgestaltung und Weiterentwicklung gesellschaftlicher Strukturen, mit dem Ziel, diese für alle nutzbar zu machen.

In den Blick genommen wurde die Heterogenität der Gesellschaft als Abbild komplexer Identitäten Einzelner. Durch die Reflexion eindimensionaler Zuschreibungen und Bewertungen konnten ausgrenzende Haltungen und Strukturen hinterfragt werden. Im Mittelpunkt stand die Fragestellung, wie Strukturen und Institutionen aufgestellt sein müssen, um nicht auszugrenzen und den Zugang für Menschen mit ihren je eigenen, vielfältiger Lebenswelten zu ermöglichen.
Basierend auf diesen Fragestellungen wurden in den beteiligten Institutionen aus Kinder-/Jugendhilfe und Arbeitsverwaltung in einem dreijährigen Prozess institutionelle Strukturen und Konzepte weiterentwickelt.

Der Schwerpunkt des Projekts lag auf den Bereichen Pädagogik und Bildung. Hier wurden einerseits institutionelle Diversity Strategien entwickelt, die grundsätzlich den Umgang mit interner und externer Vielfalt thematisieren. Im Fokus stand jedoch die Entwicklung pädagogischer Konzepte, welche die vielfältigen Lebenswelten von Familien berücksichtigen sowie Kindern und Jugendlichen Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt vermitteln.

Weiterer Projektinhalt war die zielgruppenübergreifende Vernetzung regionaler AkteurInnen der Antidiskriminierungsarbeit, mit dem Ziel, eine öffentliche Sensibilisierung für ausgrenzende und benachteiligende Strukturen und Haltungen zu erreichen. Hieraus entwickelte sich das Antidiskriminierungsforum Saar, das mittlerweile als selbständiger Zusammenschluss verschiedener Gruppen und AkteurInnen der Antidiskriminierungsarbeit im Saarland die Projektinhalte weiterverfolgt.
ErWachsen in Vielfalt war ein Projekt der inab – Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des bfw mbH und wurde im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ gefördert.

Die Laufzeit endete am 14.03.2012.

Download PDF:

ErWachsen in Vielfalt Projektbeschreibung

ErWachsen in Vielfalt Flyer

Alltag Diskriminierung! Diskriminierung alltäglich?

Broschüre Pädagogik und ich

 

Aktuelles

Fortbildungsreihe
Fachkraft für differenzsensible frühe Pädagogik

Im Oktober 2016 startet der zweite Durchgang unserer Fortbildung. Alle weiteren Informationen finden Sie hier in der Ausschreibung:
Fachkraft für differenzsensible frühe Pädagogik

Kontakt

Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar

Saaruferstr. 16

66117 Saarbrücken

Fon: 0681 5867 492

E-Mail: fads@gim-htw.de